Stiftungen können ihrem eigentlichen Zweck nur dienen, wenn sie ihr Kapital gewinnbringend, aber dennoch risikobewusst einsetzen. Dabei arbeiten viele Stiftungen aber so risikoarm, dass sich der Ertrag in Grenzen hält. Festverzinsliche Wertpapiere sind zwar vergleichsweise sicher, bringen aber nur geringe Renditen.

Besonders kleine und mittlere Stiftungen haben mit der aktuellen finanziellen Lage zu kämpfen, da sie einerseits den Auflagen der Stiftungsaufsicht genügen müssen, andererseits nicht über eigene Experten verfügen, um bei überschaubarem Risiko ein breiter gestreutes Portfolio aufzubauen. Eine Studie der ESMT (European School of Management and Technology) aus dem Jahr 2018 ergab, dass Stiftungen durch eine Erhöhung der Aktienquote im Portfolio bei gleichem Risiko ihre Kapitalerlöse um 50% steigern könnten. Bis zu zwei Prozent Rendite bleiben laut ESMT derzeit ungenutzt.

Die Finanz- und Vermögensberatung für Stiftungen erfordert aber nicht nur Wissen und Erfahrung, sondern vor allem viel Fingerspitzengefühl. Für uns als Berater gilt es, die richtige Balance in diesen eher unsicheren Zeiten mit Niedrigzinsen zu finden: Auf der einen Seite soll die Stiftung ihren Zweck erfüllen und ihr Kapital entsprechend effektiv anlegen. Auf der anderen Seite darf das Risiko nicht zu groß sein. Bei der Abwägung von Risiko und Rendite stehen wir den Stiftungsräten gerne beratend zur Seite und helfen dabei, Renditechancen zu nutzen.